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Tabus
gibt es ja angeblich nicht mehr. Über jede Spielart von
Sexualität wird in Wort und Bild bis zum Überdruss berichtet.
Trotzdem ist die Mehrheit der Bevölkerung der Ansicht, dass
Menschen mit Behinderung im Allgemeinen und Querschnittlähmung im
Besonderen kein erfüllte Sexualität leben und auch keine
vollwertigen Partner sein können.
Welch ein Irrtum! Die
Wirklichkeit lehrt uns das Gegenteil. Die meisten Betroffenen
führen eine Ehe oder Partnerschaft wie andere auch, allerdings mit
den gleichen Alltagsproblemen. Viele Paare bekommen auch Kinder. Die
Voraussetzung für alles ist aber, dass die Behinderung akzeptiert
wird und sich das eigene Selbstwertgefühl stabilisiert.
Wie war es?
Natürlich war es schwer. Ich war ein Teenager, als ich im Rolli
landete. Das ist mehr als 30 Jahre her, finsterstes Reha-Mittelalter,
sozusagen. In den Fachbüchern über Querschnittlähmung
stand damals deprimierendes Gerede von „Lähmung der
Sexualorgane“ und der bei Frauen glücklicher- und
tröstlicher Weise erhalten gebliebenen Fähigkeit zur
Mutterschaft. Wenn ich daran denke, was das bei mir auslöste, wie
lange ich gebraucht habe, mich von ..............................
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