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Leben
mit Querschnittlähmung gelingt fast allen Betroffenen, nach einer
bis zu mehrjährigen Zeit der Umstellung. Gleichzeitig hätte
sich das keiner der Betroffenen vor Eintritt der
Querschnittlähmung vorstellen können. Wie verarbeiten
Menschen ein solches Ereignis und woher nehmen sie die unvermutete
Energie dafür?
Der Psychologe P. Lude, der selbst querschnittgelähmt ist,
wählt den treffenden Vergleich zu einem Ertrinkenden. Wenn der
Ertrinkende Wasser schluckt, wird er sich nicht überlegen, ob es
sich lohnt weiter zu leben, sondern er wird ganz reflexartig beginnen
zu strampeln und zu schwimmen.
So setzt auch ein Mensch, der von einer
Querschnitt- lähmung betroffen ist, ungeahnte seelische Reserven
frei, die ihm zunächst das Überleben sichern sollen. Dieser
Überlebenskampf ist hart und nicht immer äußerlich
sichtbar.
Er fordert in der Regel alles, was ein Mensch aufbieten kann. Der
Eintritt einer Querschnitt lähmung stellt
für fast jeden Menschen und seine Angehörigen die
größte Herausforderung dar, der er in seinem Leben
gegenübergestanden hat..............................
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